• Peter Weidemann – Gedenkturnier

Die Abfahrt war ziemlich früh, so gegen 6.30 Uhr. Wieder waren einige Eltern dankenswerter Weise bereit, Sportler und Trainer nach Demmin zu fahren. Ungefähr um 9 Uhr war Wiegebeginn und mit etwas Verzögerung begann der Mannschaftskampf auf zwei Matten.
 
Bevor wir zu Details hierzu kommen, seien die vorzügliche Versorgung mit Essen und Trinken durch die Demminer erwähnt – und die praktischen Tafeln mit weißen Tischdecken(!) neben den Matten. Das Turnier soll an den „viel zu früh verstorbenen Demminer Ringervater Peter Weidemann“ erinnern (Demminer Ringerverein).

Die Mannschaft war in fast jeder Gewichtsklasse besetzt. Nur die leichtesten und schwereren Kämpfer haben wir uns geliehen. Angetreten waren die Karower Preussen-Ringer zusammen mit den Buchern und bildeten eine Kampfgemeinschaft unter dem bewährten Namen „Berliner Nordlichter“. Jede zweite Gewichtsklasse rang nicht Freistil (FS), sondern Griechisch-Römisch (GR).

Folgende Sportler waren aufgestellt:

21kg -FR- Maurice Liedtke(Demmin)
23kg -GR- Tamino Wolske(Buch
25kg -FR- Till Baldauf(Karow)
28kg -GR- James Schreiner(Buch), Jonas Dittmer(Karow)
31kg -FR- Ayub Gedaev(Buch)
34kg -GR- David Tenzer(Karow), Max Dittmer(Karow)
38kg -FR- Timon Meuer (Karow)
38kg -GR- Pien Shippers (Karow)
42kg -FR- Paul Uthleb (Buch)
46kg -GR- Tim Wichmann (Greifswald)
46kg -FR- Hanno M. Hänsel(Greifswald)
50kg -GR- Martin Hettler (Karow)

„Ausgeliehen“ haben die Karower:

25kg -FS- Tristan Reinke an Frankfurt-Oder
38kg -FS- Niklas Nartschik an Neubrandenburg

Die Kämpfe waren zufriedenstellend und recht ausgewogen. Insgesamt haben wir ungefähr genauso viele Kämpfe gewonnen, wie verloren. Damit reichte es für einen fünften Platz von acht Mannschaften.
Martin und Timon verloren keinen Kampf, beide stellten damit ihre Kampfstärke unter Beweis. Pien wurde von Trainer Ringel mit 33 kg in die 38 kg gesteckt. Seine Gegner waren teilweise um Haupteslänge größer. Und trotzdem gewann er bis auf einen alle Kämpfe.

Die erste Runde ging es gegen die erste Mannschaft der Demminer Gastgeber mit einem Unentschieden als Ergebnis. Hier brachte uns Ayub den ersten Sieg des Tages, gefolgt von Timon, Pien und Paul. Verlässlich sollte auch Martin Hettler in seinem ersten Kampf gewinnen. Gegen diesen Gegner hatte er in den letzten Jahren nur verloren.

Gegen Rostock errangen unsere Sportler in der zweiten Runde keinen Sieg für die Mannschaft. Nur Timon, Paul und Martin brachten Punkte für die Mannschaft. Bemerkenswert war allerdings der Kampf Max gegen Max: Das Drama ging über 4 Runden. Beide kämpften mit enormer Zähigkeit und Kraft. Sieg oder Niederlage standen oft auf der Kippe (Endpunktsstand 16:20). Im September hatte Max im freien Ringkampf gewonnen. Diesmal leider nicht.

Der letzte Kampf der Vorrunde gegen Frankfurt-Oder wurde für uns kein Misserfolg. Till gewann gegen seinen Trainingspartner Tristan (als Gast beim Frankfurter RV), anschließend gewannen wieder Timon, Paul und Martin. Auch Pien holte Punkte für die Mannschaft. Spannend wurde es im vorletzten Kampf. Hanno M. Hänsel von (Torgelow) erreichte durch einen Schultersieg unsere Chance zum Ausgleich. Es stand danach also 20:24. Im letzten Kampf beherrschte dann Martin souverän seinen Gegner und legte ihn nach einem Kopfhüftwurf auf Touch. 24:24 war dann das Ergebnis.

Im Finale kämpften wir um den fünften Platz gegen Neubrandenburg. James holte die ersten Punkte mit einem Schultersieg. Es folgte Sieg auf Sieg, aber nicht immer auf Schultern. Beim letzten Kampf stand es 24:20. Es war also im schlimmsten Fall ein Untentschieden für uns möglich – im besten Fall ein Sieg. Martin stand Augustin gegenüber, gegen den er auch schon verloren hatte (aber auch gewonnen). Es hieß also Nerven behalten und nicht auf Schultern verlieren! Die erste Runde rang Martin übernervös, gab drei Punkte ab und erzielte zwei. Es war also zu Beginn der zweiten Runde alles drin. Augustin erkämpfte sich wieder drei Punkte, aber Martin blieb diesmal ruhig und griff sich seinen Gegner im richtigen Moment. Sieg für Martin auf Touch! Also sicherer Sieg für unsere Mannschaft im Finale.

Noch ein paar Bemerkungen zu unseren Leihkämpfern: Tristan wurde bei Frankfurt gut aufgenommen und herzlich betreut. Er hatte Spaß dabei und konnte sogar im Finalkampf vier Punkte (Schultersieg) für seine Mannschaft holen. Die Neubrandenburger waren von Niklas sehr begeistert. Er beeindruckte sie mit seiner Zähigkeit und Ausdauer. Zwar erzielte er für Neubrandenburg nur einen Schultersieg aber der dritte Kampf gegen Silvio war wieder Niklas in Reinform. Silvio mühte sich ab, aber er konnte Niklas den „Widerstand“ nur auf Zeit besiegen.

Erst am späten Abend erreichten die Fahrzeuge mit müden Kindern, Eltern und Trainern wieder das heimatliche Berlin.

*geschrieben von Alex Baldauf